Wie schreibe ich ein Buch?

Ein kleiner Leitfaden zum kreativen Schreiben

Wer hat ihn nicht, den Traum vom eigenen Buch? Leider ist es dann doch nicht so einfach, wie man es sich im ersten Moment vorstellt. Der Markt ist heiß umkämpft und birgt viele Stolperfallen. Doch selbst wenn man noch gar nicht ans Veröffentlichen denkt, ist auch schon das Schreiben schwer genug. Deshalb haben wir hier sieben Tipps für Euch zusammengestellt, die Euch vielleicht schon ein paar Antworten auf die Frage „Wie schreibe ich ein Buch?“ liefern:

Tipp 1: Talent ist nicht alles

Natürlich: Ohne ein gewisses Sprachgefühl kann man kein gutes Buch schreiben. Und wenn man nichts zu erzählen hat, dann bleiben die Seiten leer. Trotzdem macht Talent alleine noch keinen Autor. Dazu gehört noch eine Menge mehr:

  • DAS HANDWERK: Von der richtigen Perspektive über die Figurengestaltung bis zum Überarbeiten eines Romans gibt es vieles, das man lernen kann und muss.
  • DER WILLE ZUM WOLLEN: Ohne Zweifel – Schreiben ist eine erfüllende Tätigkeit. Und ein wahrer Zeitfresser. Sich ohne äußeren Druck an ein Buch-Projekt zu setzen, verlangt eiserne Selbstdisziplin. Schließlich hält das Leben mit Beruf, Familie, Freunden und Hobbys noch so manche Ablenkung bereit.
  • DURCHHALTEVERMÖGEN: Bis unter einem Roman "Ende" steht, dauert es lange. Und damit ist das Buch noch längst nicht fertig. Mitunter dauert das Überarbeiten länger als das eigentliche Schreiben. Nur wer dran bleibt, hat eine Chance.
  • ÜBUNG, ÜBUNG, ÜBUNG: Auch die talentiertesten Musiker haben sich nicht sofort auf die großen Bühnen gestellt, sondern mussten viele Jahre lang intensiv üben. Das ist beim Schreiben nicht anders.
Tipp 1: Talent ist nicht alles

Fazit: Talent ist nicht alles. Vielleicht nicht einmal das Wichtigste. Das ist für viele angehende Autoren beruhigend.
Aber es bedeutet auch: Wer SchriftstellerIn werden möchte, muss Opfer bringen.

Tipp 2: Sehen, wie es andere machen

  • VIEL LESEN: Wer ein eigenes Buch schreiben möchte, interessiert sich hoffentlich für Bücher und liest selbst viel. Denn das ist dringend notwendig, denn nur durchs Lesen (und das Reflektieren des Gelesenen) entwickelt man ein Gespür für eine gute Geschichte. Deshalb sollte jeder angehende Autor sehr viel lesen und sich (währenddessen und anschließend) ganz bewusst Gedanken darüber machen, was an der Geschichte gut oder schlecht war und warum. Wichtig ist dabei, auch mal das eigene Genre zu verlassen, um den Horizont zu erweitern.
  • LINKS UND RECHTS GUCKEN: Auch andere Schriftsteller haben es geschafft! Und eine Vielzahl davon haben sich dazu entschlossen, ihr Wissen zu teilen: in Schreibratgebern, Autobiografien oder im Internet. Auch Autoren-Netzwerke wie Autorengruppen sind sehr wertvoll! Nicht weil man alles eins zu eins übernehmen sollte (auch das Schreiben ist ein individueller Vorgang), aber weil man eine Vorstellung davon bekommt, wie Schreiben funktioniert.
Tipp 2: Sehen, wie es andere machen

Fazit: Es gibt viele Möglichkeiten, von den Erfahrungen anderer zu profitieren.
Die sollte man auch nutzen, um sich zu verbessern.

Tipp 3: Eine Geschichte vorbereiten

  • VORNEWEG: Die beste Medizin gegen die Angst vorm weißen Blatt ist es, wild und ungezügelt drauflos zu schreiben. Wer aber einen ganzen Roman aus dem Bauch heraus schreibt, weiß früher oder später nicht mehr, wie es weitergehen soll. Das ist ganz normal. Selbst gestandenen Autoren geht das nicht anders. Eine Geschichte braucht, um zu funktionieren, viel Vorbereitung. Oder würden Sie einen klassischen Krimi schreiben, ohne den Mörder zu kennen? Die Handlung muss wenigstens im Groben stehen. Vor allem das Ende muss klar sein. Sonst verzettelt man sich beim Schreiben und kommt an einer ganz anderen Stelle an als geplant (oder, noch schlimmer: nirgendwo).
  • GENAUE PLANUNG: Auch die Figuren brauchen viel Vorbereitung, um die Leser zu überzeugen. Überlegen Sie sich: Wie sehen ihre Figuren aus? Was sind ihre familiären Hintergründe? Welche Vorgeschichte bringen sie mit? Was lieben sie? Was verabscheuen sie? Nur wenn man weiß, wie die eigenen Figuren ticken, kann man sie in der Geschichte schlüssig auftreten lassen. Sicher gibt es auch viele kleinere oder größere Themen, die recherchiert werden müssen, bevor es richtig losgehen kann. Prinzipiell gilt: Genaue Planung sorgt für Tiefgang. Auch wenn Sie später nicht alles einsetzen können, was Sie erarbeiten.
Tipp 3: Eine Geschichte vorbereiten

Fazit: Bevor es ans eigentliche Schreiben geht, ist Vorarbeit nötig.
Je detaillierter, umso leichter fällt dann das Schreiben.

Tipp 4: Texte zu Ende schreiben

  • BIS ZUM ENDE DURCHHALTEN: Viele Menschen, die Schriftsteller werden wollen, scheitern daran, dass sie mit ihren Geschichten nie zum Ende kommen. Sie fangen immer wieder etwas Neues an und werden dabei immer frustrierter. Die Erfahrung, einen Roman oder wenigstens eine längere Kurzgeschichte zu Ende geschrieben zu haben, ist wie Balsam auf der Seele des Autors. Selbst wenn der Text gar nichts taugen sollte. Von einem grottenschlechten, aber zu Ende geführten Text kann man meist mehr lernen als von zehn vielversprechenden Anfängen, die nie weitergeschrieben werden.
Tipp 4: Texte zu Ende schreiben

Fazit: Texte sollten möglichst immer zu Ende geschrieben werden,
denn fertige Texte motivieren zum Weiterschreiben.

Tipp 5: Den inneren Kritiker gezielt einsetzen

  • SELBSTKRITIK: Selbstkritik ist dringend notwendig für jeden angehenden Autor. Schließlich muss man wirklich zu den Besten gehören, um einen Verlag zur Veröffentlichung zu finden. Dafür ist viel Übung notwendig, und außerdem viel Bereitschaft, sich mit den eigenen Fehlern auseinanderzusetzen und sich zu verbessern. Auch wenn das heißt, dass die Sätze, Sprachbilder oder Figuren im Papierkorb landen, in die man sich vom ersten Moment an verliebt hat. Wer als Autor auf der Ego-Schiene fährt, muss sich auf ein Zugunglück gefasst machen.
  • ABER NICHT ZU VIEL: Viele Schreibende haben aber das Problem, dass der innere Kritiker viel zu früh seine Meinung zum Text abgibt. Schon beim Schreiben der Erstfassung hat man ständig das Gefühl, dass der Text nicht gut genug ist, dass dieser oder jener Absatz nicht genau genug formuliert ist oder dass Personen nicht überzeugend sind Möglicherweise hat der innere Kritiker damit sogar recht. Aber während die Erstfassung eines Buches entsteht, ist diese Form von Selbstkritik sehr kontraproduktiv. Oft ist sie der Grund, warum angefangene Texte nicht beendet werden.
Tipp 5: Den inneren Kritiker gezielt einsetzen

Fazit: Selbstkritik ist sehr wichtig. Aber nicht während des Schreibens an der Rohfassung eines Buches.
Das Überarbeiten kommt hinterher

Tipp 6: Überarbeiten, überarbeiten, überarbeiten

  • GUTES NOCH BESSER MACHEN: Vier Buchstaben, die für einen Autor die Welt bedeuten: E-N-D-E. Es ist vollbracht, denken Sie jetzt vielleicht. Doch weit gefehlt: Das Ende ist erst der Anfang. Denn jetzt ist eine Rohfassung da, die perfekte Basis zum Weiterarbeiten. Bis ein Buch fertig ist, sind viele Überarbeitungen nötig. Gerade diese machen das Buch erst gut. Viele Schriftsteller sagen, dass ihnen die Überarbeitungsphase sogar mehr Spaß macht als das Schreiben selbst, weil es jetzt darum geht, etwas Bestehendes noch besser zu machen.
  • LOGIK: Das Überarbeiten kann in verschiedenen Stufen geschehen: Die Handlung muss hinterfragt und auf Logikfehler untersucht werden. Werden alle Handlungsfäden zu einem sinnvollen Ende geführt? Sind die Konflikte stark genug und die Lösungen glaubhaft? Auch die Figuren müssen überprüft werden: Ist ihr Handeln einleuchtend? Kann man sich in sie hineinfühlen? Wecken Sie Interesse beim Lesen? Entwickeln sie sich während der Geschichte weiter? Außerdem geht es bei der Überarbeitung um einzelne Formulierungen, um Rechtschreib- und Satzzeichenfehler, um Brüche in der Perspektive und viele andere Aspekte des Schreibens.
Tipp 6: Überarbeiten, überarbeiten, überarbeiten

Fazit: Sich beim Überarbeiten Mühe zu geben, ist Voraussetzung für ein gutes Buch.
Jetzt ist auch der innere Kritiker dran!

Tipp 7: Notizen machen

  • ALLZEIT BEREIT: Wer Schriftsteller werden möchte, sollte ein Notizbuch zu seinem ständigen Begleiter machen. Alles, was interessant ist, kann aufgeschrieben werden: Mitgehörte Dialoge, auffällige Personen, ungewöhnliche Namen, spontane Einfälle, einfach alles. Notizbücher schärfen den Blick für die Umgebung, und das ist eine sehr nützliche Fähigkeit für Autoren. Außerdem sind sie reiche Ideenschätze, wenn sie fleißig gefüllt werden.
Tipp 7: Notizen machen

Fazit: Ein Notizbuch sollte überall dabei sein und regelmäßig gefüllt werden –
mit allem, was auf- und einfällt.

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